Aghinver - Panorama

Aghinver - Panorama
Aghinver - Panorama

Samstag, 4. Oktober 2014

11.04.2014 – Inver Empress unser Schiff … NEIN nicht „Mein Schiff I / II / III“ ;-), BESSER: wir bestimmen!

Zusammenfassung:
  • Autofahrt: Dublin – M1 – Dundalk – Enniskillen – Aghinver.
  • 3,8 (Boots-)Motorstunden, davon nur ca. 2 Motorstunden für die Fahrt nach Enniskillen,
  • Freude am Boot, Einkauf Lebensmittel und endlich wieder NI/RoI Pub-Food (nicht gesund, aber lecker .),
  • Vier Boote, davon zwei Mietboote gekreuzt,
  • Wetter: sonnig und kalt während der Autofahrt, später bewölkt nach der Bootsübernahme,
  • Heizung an Bord ist Klasse – Dress-Code an Bord : T-Shirt ist ausreichend.
Auch wenn die Anfahrt per PKW lang ist, so gibt es fast immer ein Trigger-Ereignis welches häufig ein Frühstück oder ein Abendessen im Linnen Hall in Enniskillen ist. Mit dem Betreten des Pubs beginnt unser Urlaub – auch für den Fahrer.
Diesen Punkt erreichten wir um 10 Uhr. Die Autofahrt auf der M1 entlang der Küste war sonnig und wir genossen die Landschaft, da praktisch kein Verkehr in unserer Richtung.

Nach der Bootsübernahme und Rechnungsbegleichung wählten wir den Weg nach Enniskillen entlang des Westufers, insbesondere vorbei am Tagungshotel des G8-2013. Und siehe da ….. auf dem Golf Course sind wie erwartet a) kaum Spieler und b) ist die Kleidung „golf-typisch“ und nicht nur „Schwarz“.
Okay … für uns ist damit der offensichtliche (????) Beweis erbracht, daß letztes Jahr die Golfspieler keine Golfspieler, sondern Sicherheitspersonal waren.
Grüße an James Bond und seine Enten-Taucher-Tarnung ….grins...

Egal, wir erreichten das Waterways Ireland HQs um unsere Smart-Cards zu prüfen, weitere Smart-Cards nachgekauft und um „unsere“ Garmin-KMZ-Lösung vorzustellen. Hierbei geht es um Erne-Wasserkarten, die einfach als Overlay auf Straßenkarten in Garmin-Geräten gelegt wird.
Ergebnisse: a) Waterways Ireland arbeitet an einer eigenen Lösung und b) dennoch sollen wir unser KMZ-File einschicken – beides ist bis heute (30.09.2014) noch nicht passiert bzw. veröffentlicht. Somit könnte unsere KMZ-Alternative immer noch interessant für Waterways Ireland sein … aber Prio 1 hat dieser Blog, denn unsere Geräte funktionieren mit dem Overlay sicher …. auch im Dunkeln … inzwischen zwei- bis dreimal „getestet“.

Unsere Weiterfahrt ging zum Shopping Center/ASDA-Anleger, wo wir abdrehten, da vollflächig voll Entengrütze.
Hiernach fuhren wir den Regal-Pass-Anleger an, unser Prio1-Anleger in Enniskillen, da Stadt-, besser Pub- und Shopping-Nah.
Da kurz nach 16 Uhr führte unser Weg durchs Shopping Center zum ASDA zum Lebensmitteleinkauf.
Mehr als 60 Minuten später war der große ASDA-Einkaufswagen (ohne Magnetsystem – hierauf achten wir) mehr als voll mit Kleidung, Lottoschein, aber vor allem mit Lebensmitteln.
Wie üblich informieren wir die Supermarkt-Info, daß wir „unseren“ Wagen ohne Magnetsicherung mit ans Boot nehmen und zurück bringen werden.
Entweder gab es eine neue, unerfahrene Mitarbeiterin oder eine Policy-Änderung. Eine Mitnahme des Wagens war nicht mehr möglich – wie vor 10-20 Jahren ?!?
Wow, wir wollten das Boot beladen und hier hatten wir Probleme wegen des Wertes des Einkaufswagens. Selbst eine freiwillig angebotene Kaution (Perso oder 100 Pfund) wirkten nicht. Der Senior ist inzwischen „angefressen“.
Der Chef vom ASDA wurde gerufen und der war Pragmatiker. Unser Wagen war mehr als voll; ca. 300 Pfund an Lebensmitteln, Kleidung und Halloween-Artikeln waren bezahlt. Ein Storno und dies ist bei ASDA grds. kein Thema, wäre bei den vielen Artikeln ein riesiger Aufwand an der Storno-Kasse.
Konsequenz: Wir, besser der Senior schiebt den Wagen zum Boot (wäre ohnehin passiert) und ein ASDA-Mitarbeiter der uns zu begleiten hatte bringt den Einkaufswagen zurück. :)).
Sprich: Weniger Aufwand für den Senior ….... mehr Aufwand für ASDA.

Der Nachtisch zum Abendessen im Weatherspoon waren heißer Kakao (heiße Milch mit dickflüssiger Schokoladensauce) und Eiscreme aus dem Cafe Mauds.

Aus dem Videoabend wurde nichts, da wir alle während des Films auf dem Sofa einschliefen und um kurz nach 21 Uhr zu Bett gingen.

Die Heizung auf der Inver Empress ist noch etwas besser als auf der Inver Queen, da es zwei Heizungssysteme an Bord gibt. Eins für Bugkabine und Salon und das zweite System für die Heckkabine und die beiden Heizungsstellen auf dem verschließbaren Außensteuerstand.

Das Wetter schwenkte über den Tag verteilt von Sonnenschein auf bewölkt, aber kein Regen. Die Außentemperatur war für die Jahreszeit okay.

Speiseplan:
  • Frühstück im Linen Hall: 2* Ulster Fry, 1 * Egg Benedikt und 1* Big Ulster Fry (für den Senior) plus Kakaos und Kaffees,
  • Mittags: fiel aus, da ein Ulster Fry für die Juniors und ein Big Ulster Fry für den Senior um 10 Uhr bis zum späten Nachmittag reicht,
  • Abends: Pub-Food im Weatherspoon und Desserts im Cafe Mauds (je bootsnah)

Auf dem Weg in Richtung Enniskillen
Wheatherspoon Enniskillen - Big Ulster Fry

Wheatherspoon Enniskillen - Egg Benedikt
Die Seniorin mit Egg Benedikt

Die Juniorin mit (Little) Ulster Fry
Der Senior mit Big Ulster Fry
abc Marina - Inver Empress - unser "Heim" für die nächsten Tage
Einniskillen - Golf-Platz am 2013er G8-Gipfel-Hotel (heute leer)
Lower Lough Erne

Lower Lough Erne - Devenish Island (I)
Lower Lough Erne - Devenish Island (II)

Lower Lough Erne - Anfahrt auf Portora Lock
Wehr am Portora Lock - Hoher Wasserstand auf Lough Erne

Enniskillen - die Osterglocken blühen

Freitag, 3. Oktober 2014

10.04.2014 - 1 * Irland-Anreise per Eurotunnel und Fähre

Zusammenfassung:
  • ca. 480 km bis zum Eurotunnel,
  • Auf dem Eurotunnelgelände in Calais ist die Hölle los und
  • ca. 620 km bis zur Fähre in Holyhead.
Die Juniors wurden an der Schule abgeholt und die Schultaschen zusätzlich im Auto verstaut. Die Zusage während der Ferien etwas zu lernen, schließlich haben die Kids die notwendigen Sachen dabei, hatte nur eine Halbwertszeit von Ahrweiler bis Aachen. Kein Wunder, dass nach der mehrfachen Anwendung der Halbwertszeit am Boot nichts mehr vom Lernwillen vorhanden war.

Die Anfahrt über Belgien lief flüssig bei zum Teil hohen Verkehrsaufkommen. Wie üblich um diese Tageszeit haben wir Brüssel links liegen lassen und wählten die nur unwesentlich längere Strecke über Antwerpen. Glück gehabt, denn auf der Ringautobahn um Brüssel passierte wohl ein größerer Unfall und wir hätten im Stau gestanden.

Auf dem Eurotunnel-Gelände herrschte Hochbetrieb. Zunächst hofften wir, da etwas früher, daß wir noch auf einen früheren Zug umbuchen zu können. Aber die Frage stellte sich gar nicht, noch nicht einmal zu einem Aufpreisentgelt.
Bei diesem Betrieb war klar, warum Eurotunnel keine preiswerten Over-Night-Tickets im Angebot hatte.
Ein Albtraum, hoffentlich wird er niemals wahr: Wir, das Auto inkl. Dachgepäckbox vollgeladen würden zur Detailkontrolle raus gewunken – zum Glück passiert dies bei PKWs nicht sehr oft.

Hiernach wählten wir den Weg um London linksherum. Insbesondere wollten wir noch einen Geocache auf dem Autobahnrastplatz Clacket Lane finden und ca. 10 TBs und Coins hier ablegen, die entweder nach UK wollten oder sich nach Deutschland verliefen.
Interessant für Geocacher: Der Cache ist/war ein ca. 15-20 Liter-großer wasserdicht verschließbarer Plastik-Container inkl. einer Camouflage-Außenfolie als Tarnung. Ein paar Wochen später, nachdem wir den Cache geloggt und die TBs abgelegt hatten, hat der Tankstellenpächter „anormales Verhalten von Menschen und einen getarnten, größeren Körper“ festgestellt – pers. Anmerkung: dann war der Pächter nicht bei der Arbeit, denn zwischen Tanke und Cache liegt ein Restaurationsbetrieb und mindestens 100m Luftlinie.
Ergebnis: Ein Sondereinsatzkommando der Polizei hat den Parkplatz gesichert, Tanke und Rastplatz geräumt und den Cache „kontrolliert“ gesprengt.

Leider stiegt das Verkehrsaufkommen (Beginn Feierabend) erheblich und die M25 verwandelte sich in ein vierspuriges Stop&Go-Monster. Als wenn das nicht schon nervig genug war, sollten wir statt der M40 die weiter entfernte und damit längere M1 nehmen, da die M40 total überlastet. Bis Birmingham war der Verkehrsfluss überwiegend zwischen flüssig und zäh-fließend, danach lief es recht gut – wohl da es nun auch schon nach 23 Uhr (local) war.
Da wir noch etwas Zeit hatten, fuhren wir nach Mitternacht den 24-Stunden-Tesco vor Ort an, um Lebensmittel für den ersten Tag (Toast; walisische, gesalzene Butter; Marmelade; Eier; Yazoo; Limonade; Wasser und Guinness) einzukaufen. Niemand wusste, ob wir auch mit NI-Pfund bezahlen konnten … wohl eher nicht ….. Für das Personal überraschend war, daß die SB-Kassen tatsächlich NI-Pfund-Scheine akzeptieren – für uns war es gut, da damit unser Vorrat an englischen Pfund nicht reduziert wurde.
Somit erreichten wir inkl. Pausen und Shopping das Fähr-Terminal und nach Ticketverifikation, Paß- und Zollkontrollen durften wir ca. 10 Min später mit dem Einschiffen beginnen.

Weitere ca. 45-60 Minuten später ….. hhmmmm Guinness, Limonaden und Rashers.
…... endlich im Urlaub und in wenigen Stunden sind wir wieder Kapitän, 1. Offizier, Lotse, Küchen-Chef, Navigations- und Kommunikationsexperte, Unterhaltungschef, Schleusenwärter, Smutje und Leichtmatrose auf „unserem“ Schiff - oder doch nur ein Boot???
Nun, es gibt keine DIN zur Frage „Schiff“ oder „Boot“ …. aber Googeln hilft.
Die Empress ist, da über 12m lang ein grds. Schiff, aber da mit 3,9x m weniger als 4m breit doch nur ein Boot. Egal ob Schiff oder Boot, die Inver Empress ist Diesel-genügsam, inkl. zweifachem Heizungssystem für Innen und Außen und darf da „kein Schiff“ auch noch zum Lough Allan schippern.



Die kurzfristigen Wetteraussichten machen Freude
Calais - Anfahrt auf das Eurotunnelgelände

Calais - Eurotunnelareal
UK - Autobahn M1 - endlich ist der Stau auf der M25 um London hinter uns

UK - Diesel nachfassen
Fähre Holyhead - Dublin - Nachthappen





Vorfreude – besser rückblickender Spaß – Eine Inver Empress über die Osterferien 2014

Unser nächster Boots-Trip ist/war geplant für die Osterferien 2014.
Unser Blog wird mit „etwas Verspätung“ fortgeführt ==> aber besser Spät - als Nie!

Als Boot steht/stand uns eine Inver Empress zur Verfügung, denn dies hat unser Familien-Rat im letzten Herbst entschieden, da beide Inver Queens für Frühjahr 2014 schon seit Herbst 2013 gebucht waren.

Wie immer wurde zu spät mit dem Packen begonnen, aber wenn man von einem HDMI-Kabel absieht (welches wir bisher aber noch nie auf der Packliste hatten) haben wir nichts vergessen.

Nicht nur beim Boot mussten wir eine gegenüber Plan geänderte Buchung vornehmen.
Da wir bereits am Freitag-Vormittag gegen 9 Uhr in Enniskillen sein sollten, haben wir die Fähre Holyhead – Dublin gebucht und zu allem Überfluss wollte Eurotunnel keine preiswerten Over-Nicht-Tickets sondern nur noch Normal-Preis-Tickets verkaufen.

Beim nächsten Trip versuchen wir wieder Eurotunnel-Over-Night-Tickets, aber vor allem die Fähre Liverpool – Belfast zu buchen, denn nach über 1.000 km Autofahrt ist die Fährstrecke Holyhead – Dublin mit max. 4 Stunden zu kurz, insbesondere, wenn man(n) sich noch ein Fry und ein Feierabendbier gönnt.

Im letzten Herbst hatten wir einige Geräteausfälle (DigiCams, Tablets und Laptop) zu beklagen – diesmal nicht und wir fanden 3499 Photos auf vier DigiCams, drei Smartphones und einem Tablet. Die Reduzierung auf die Selektion in den nächsten Posts war herausfordernd und es gibt somit einige B-Bilder.
Zudem wurden viele Photos geschossen um hieraus Panorama-Photos zu basteln – mal schauen, vielleicht kommen einige auf den Blog.

Ausblick auf die nächsten Tage:
  • Wir erlebten zweimal das Frühjahr, da die Vegetation im Vergleich zu Deutschland um ca. vier Wochen hinterherhinkt (schön),
  • Der Uhrmacher hat schon auf uns gewartet (etwas überraschend),
  • In Nordirland sind kaum englische Geldnoten im Umlauf (egal),
  • Die Feuerwehr in Republic of Ireland fährt auch mit schwarzen BMWs und Blaulicht (interessant),
  • Hechte beißen „wie blöd“, „Blöd nur“, dass wir lieber tote Kühe essen (Freizeit … schön),
  • Kühe kommen Gott-sei-dank auch in den nächsten Monaten nicht auf die Liste der bedrohten Tierarten ;-) (Glück für die Kühe und uns),
  • wir haben 20 von 24 mit gebrachten Einweggrills verbraucht (also das Wetter war okay) und
  • vor allem die Frage: wie kommt man von Lock 16 (letzte Schleuse vor dem Shannon), wenn man aber noch nach Lock 17 (Pub in Leitrim) will, aber die Telefonnummer nicht hat? (viele würden hier insbesondere wegen des Rückwegs für einen Boots-Heimabend votieren).
  • Ach ja: da Wetter war mindestens freundlich und i.d.R. wieder besser als zu Hause.

Ausblick in 21 B-Photos:

Nacht-Imbiss auf der Fähre
Unser Trip für die Tage vom 12.04. - 22.04.2014

Enniskillen - Unser Boot, die Inver Empress
Einfahrt vom Upper Lough Erne in den SEW

SEW
SEW - Ballinamore - Der stadtnahe, alte Bahnhof

SEW - Haughton´s Shore
SEW - heranwachsende Steaks und Quarter Pounder

SEW - Schleusen-Wehr
SEW - Spiegelungen

SEW - In der Dreier-Schleuse (Lock 9 bis 11)
SEW - Schlüsselblumen

SEW - Anfahrt auf Ballinamore
SEW - Ballinamore - Der neue Hafen

Belturbet - Spring Parade 2014
Enniskillen - Osterwochenende

Enniskillen  - Ostermontags Abschlußmarsch der Enniskillen Fussiliers
Lower Lough Erne - Devenish Island

Inish Davar - Blue Bells und Frühlingsblumen
Inish Davar - der neue Anleger

Lower Lough Erne - abc Marina

Dienstag, 1. April 2014

Nachtrag zum 01.04.2013 - ABOD-Ostermontagsdemonstration in Enniskillen

Dieser Post ist ein Nachtrag zu Ostermontag 2013 (01.04.2013 - kein Aprilscherz) und den Ostermontagsparaden für die Nordirland "berühmt ist.

Vorab: wir sind auf der irischen Insel politisch neutral, dennoch waren "wir dabei", da ein solches unionistisches Spektakel interessant ist.

Anmerkung: Dies ist teilweise eine Wiederholung des Textes vom 01.04.2013.

Wie Ostermontag 2011hatten wir für Ostermontag 2013 das handgemachte Dauergeläute (kennt man auch aus Inspector Barnaby) aus dem Kirchturm der anglikanischen Kirche und die Parade der Enniskillen Fusiliers Flute Band (EFFB) inkl. lokaler Apprentice Boys of Derry (ABOD) Branch erwartet. Enniskillen ist zwar katholisch aber NI und das Co. Fermanagh sind anglikanisch, aber vor allem unionistisch.

Beim sortieren der Bilder und anschließendem googlen haben wir mitbekommen, daß diese 2013er Demonstration DIE Ostermontagsdemonstration der Apprentice Boys of Derry-Organisation war/ist, wo es in der 70er und 80er immer und in den letzten Jahren zum Glück nur noch gelegentlich "gerappelt" hat.
In 2011 war der Zug der EFFB durch Enniskillen nur der Abschluss nachdem die EFFB und ABOD an der Ostermontagsparade in Limavady teilnahmen.

Während des Frühstücks konnten wir auf dem Parkplatz vor unserem Boot und auf der Straße eine höhere Personen- und KFZ-Frequenz erkennen. Dann kam ein fahrbarer Fisch und Chips-Wagen, parkte auf dem Parkplatz vor unserem Boot und öffnete seine Frontseite. Hiernach kam ein Bus aus Belfast und einer aus Derry/Londonderry und der Parkplatz war plötzlich voll und ....


Leider fiel das Glockenspiel aus und die Parade begann rund eine Stunde später als unser freundlicher Bootsnachbar nannte. Dafür waren die Hauptstraße voller Menschen und allein an der Straßenkreuzung runter zum Regal Pass-Anleger, in der Nähe Fermanagh Ulster Unionist HQs konnten wir acht Polizisten in vollständiger Arbeitskleidung (schusssichere Weste, zwei Funkgeräte, davon ein Knopf im Ohr, Pistole per Schur an den Gürtel gesichert etc....) ausmachen. Zumindest Bushs Bar, Weatherspoon und Pats Bar hatten im Tür-Bereich vorne und hinten je bis zu drei "durchtrainierte Männer in schwarzer Arbeitskleidung", wohl um "mögliche Diskussionen" bereits im Keim zu unterbinden.
2011 genügte es, daß nur eine Polizistin vorne weg lief und diese die "republikanische Fraktion" vor der Bush Bar zu Recht wies.

Da es frisch war, waren alle - zumindest wir - froh, daß es endlich los ging - da kamen die ersten sechs Bands, dann noch vier, dann noch .... - keine Ahnung wie viele. Gefühlt war aus jeder Stadt Nordirlands eine Abordnung da. Die Küchenchefin hatte unter dem Strich rund eine Stunde gefilmt, dann war der Speicher voll - gefühlt mehr Bands als im Kölner Karneval. Der grobe Zählung auf der DigiCam des Senior erbracht mindestens 81 (in Worten einundachtzig) Abordnungen und Bands und auf dem Video wurden später weitere Abordnungen gefunden, von denen es keine Photos gibt. Kürzlich fanden wir im Internet die folgenden Daten: 60 Bands plus ABOD-Abordnungen mit 4.500 Teilnehmern und 10.000 Unterstützern.

Kein Wunder, dass es zu "Missstimmungen" in Derry/Londonderry oder Belfast kommt, wenn eine solche "marching parade" "bestimmte Wohn-Straßenzüge" der anderen politischen Fraktion für die Parade nutzen - hier blieb es wie erwartet friedlich!
Hinweis: Es gibt auch republikanische Demonstartionen/Paraden, aber bei weitem nicht so viele wie unionistische Prozessionen/Paraden - als "sensitive" werden ca. 5-10% aller "marching parades" eingestuft.

Es gab Fahnträger(innen), Kindermajoretten, Tambormajor(innen), Bands und die offiziellen Vertreter der lokalen ABOD-Branches einige wenige noch mit Melonen-Hüten (Bowler) und weißen Handschuhen,  klassiche Flute-Bands, Akkordeon-Bands, Dudelsack-Piper-Bands, eine Brass-Band, Kilts und einen Maskottchen-Hund neben dem Tambormajor.
Noch nie gesehen hatten wir bis dahin Kilt-tragende Tambormajorinnen oder einen Bärenpelzhutträger als Tambormajor in NI und eine Mobile Control Unit (fahrbare Polizeieinsatzzentrale).

Besonders erwähnenswert fanden wir auch die taktbestimmenden Paukenspieler. Nur diese hatten das Recht vom Geradeaus marschieren abzuweichen. Desweiteren hatte fast jede Band einen Paukenspieler-Ersatzmann - die Jungs müssen wirklich arbeiten - siehe auch die unten eingebetteten Videos.

Die 2014er Oster-Montags-Demonstration wird in Ost-Belfast statt finden. Dies wäre für uns kein Tagesausflugsziel ... nur um mal dabei gewesen zu sein.



Die Pub-Eingänge werden kontrolliert

Mädels vorneweg

Trommler, verdeckter Paukenspieler und Ersatzmann (hat nur Schläger in der Hand)
ABOD-Charter-Member zT mit Melone hinter der lokalen ABOD-Standarte

Fahnenträgerinnen

Präzision - klassische Flute Band

Kilttragende Tambor-Majorin

Tambor-Major
Akkordeon Band

Hinter diesen Fahnenträger kamen die "kleinen Brüder" als Marjoretten

Maskottchenhund neben Tambor-Major (ohne Leine)

Kilttragende Dudelsack-Piper-Band

Präzision, auch hier

Fahnen, Kinder-Majoretten und Flute-Band

Flute-Band mit Pauken-Ersatzmann

Tambor-Major mit Bärenfellhut - in NI nicht Schottland

Ulster Volountier Forces (1912 nicht 1966)

EFFB - Enniskillen Fusiliers Flute Band

Eine der letzten Abordnungen am Tag
Gut drei Stunden später rückt auch die mobile
Polizeieinsatz-Zentrale ab

Hier noch zwei Viedo-Schnipsel:

Video1: Fünf Bands in ca. 3 Minuten - besonders gut demonstriert die letzte Band nach 2 Min 20 Sek die Punkte Präzision, Stimmung machen und Paukenspieler die nicht nur Geradeaus marschieren.



Video2: Ca. 35 Sek - Unsichtbare Kinderwagenampel vor dem Tambor-Major mit der Bärenfellmütze




 


Montag, 31. März 2014

16.03. - 06.04.2013 - Update Osterurlaub 2013

Dank Microsoft und der anstehenden XP-Support-Einstellung sammeln sich langsam immer mehr Photos und Videos auf dem Home-NAS.

Hierüber konnten wir den nicht zu Ende dokumentierten Osterurlaub 2013 vom 16.03. - 06.04.2013 endlich zu Ende beschreiben und zusätzlich mit Photos bebildern.

Zu finden sind die Posts rechts unter 2013 in den Monaten März, April und August.
Da wir keine Dummy-Posts vorgesehen hatten, sind der 01.04. bis 06.04.2013 in einem Post zusammengefasst.

Ostermontag, 01.04.2013 war das Highlight und sollte einen breiteren Raum einnehmen als denn im Sammelpost beschrieben. Somit werden wir in Kürze für diesen Tag einen weiteren Post veröffentlichen.